Beide
Stimmen für die Liste
„Verhaltenstherapie-Hessen.de (VT-H)“ Liste 4
als
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ein Forum für
Praktiker sein
instituts-/ärzteunabhängig
sein
mehr Demokratie wagen
die PIA besser
schützen
sich in
gesellschaftliche Belange einmischen
den Dialog zwischen
Verfahren erleichtern
die KJPP anerkennen.
Bis
jetzt wurde sehr wenig getan,
um einen Austausch zwischen Praktikern zu fördern. Die Kammer soll sich
bemühen
und Mittel freigeben, um ein Raum zu werden, in dem Praktiker Kontakte
knüpfen,
sich austauschen können. Praktiker sind eine wichtige Säule der
Entwicklung in
der Psychotherapie. Umso wichtiger ist es, eine Plattform zu
organisieren, die
es möglich macht, diese Erfahrung in die
Psychotherapeuten-Öffentlichkeit zu tragen.
Die Fortbildungsordnung sollte Praktikertreffen und „Stammtische“
genauso
berücksichtigen wie Super- bzw. Intervisionsgruppen oder Fortbildung.
Es sollte
auch wieder eine Möglichkeit geben, sich unter Kammermitgliedern im
Internet auszutauschen.
Das Forum auf
der Kammer-Webseite wurde geschlossen mit dem
indiskutablen Argument, Zitat: „
Der von
uns gewünschte Austausch zwischen und mit den Mitgliedern hat leider
bisher
kaum stattgefunden. Wir sahen uns deshalb veranlasst, die Foren wieder
zu
schließen.“ Die Nichtnutzung eines Mittels zur Demokratie kann nicht
ein
Argument für seine Schließung sein. Dies aber sind nur
Kinderkrankheiten unserer
sehr jungen Kammer, die wir in dem Reifungsprozess aufheben können.
Umso
wichtiger ist es, dass wir mit unserer Praxis wachsen. Top...
Instituts- und ärzteschaftunabhängig sein
Unser Berufsverband ist der einzige Verfahrensverband, der institutsunabhängig ist. Wir sind auch ärzteunabhängig. Bei uns sind weder Institutsvertreter Funktionäre noch betreiben wir ein eigenes Ausbildungsinstitut. Wir halten diese Unabhängigkeit für einen wichtigen Teil unseres Demokratieverständnisses. Ausbildungsinstitute sind ohne Zweifel in der Psychotherapie ein sehr wichtiges konstituierendes und richtungweisendes Element, dessen Einfluss nicht zu übersehen ist. Sie sind Institutionen mit einer gewissen Macht, die mit der Psychotherapeutenkammer und der Ärztekammer zu einem Netz von Strukturen gehören, die Machtentwicklungen und verschiedene Traditionen in der Psychotherapie ausgleichen. Die Ärzteschaft hat dort einen nicht geringen Einfluss und spielt eine mächtige Rolle in der Psychotherapeutenausbildung. Dieses Gleichgewicht ist zentral. Es ist deswegen nicht gut, wenn eine Institution sich im „Parlament“ einer anderen vertreten lässt, um deren Entscheidungen zu kontrollieren. Zu berücksichtigen ist auch, dass Ausbildungsinstitute profitorientierte Unternehmen sind. Das ist nicht mit dem Ziel der Kammer zu vereinbaren. Das Gesamtbild hinterlässt einen Beigeschmack von Lobbyismus und Einflussnahme. Wir wissen, dass dies nicht die Absicht von vielen Instituten ist, und sie sollten sich daher zurückhalten. Es ist natürlich wichtig, dass Ausbildungsinstitute im engen Kontakt zu beiden Kammern stehen.
Für die Zusammenarbeit mit den Ärzten gibt es ein vom Gesetzgeber vorgesehenes Gremium. So sollte es auch einen Ausschuss geben, der eine Kommunikation und einen Austausch zwischen PT-Kammer und -Instituten ermöglicht, und das nicht nur in PIA-Belangen. Top...
Im Vergleich zu anderen ist unsere Kammer mit ca. 3800 Mitgliedern eine eher kleine Einrichtung, die mehr Demokratie wagen könnte.
Die Einheit der Psychotherapeuten ist eine Kernfrage in der Vertretung unserer Positionen anderen gesellschaftlichen Instanzen gegenüber. Es geht dabei nicht um Lobbyismus, sondern um eine hörbare Teilnahme am gesellschaftlichen Diskurs. Dafür sind große Bundesverbände wichtig. Genauso ist die Einheit der Verhaltenstherapeuten in der KV wichtig, und aus diesem Grund haben wir darauf hingewirkt, dass es nur eine VTler-Liste gab, mit dem bekannten Erfolg.
Ganz anders ist es bei der Kammer. Dort sind wir „unter uns“. Dort könnten viel mehr Strömungen und Listen vertreten sein. Es wird auf keinen Fall dem Bild weder der Psychotherapie noch der Verhaltenstherapie schaden, wenn die Realität der Unterschiede und der Vielfältigkeit sich in der Delegiertenversammlung widerspiegeln werden. Im Gegenteil, es könnte so ein Forum entstehen, das wir dringend nötig haben.
Trotzdem herrscht dort die „Einheitsverband“-Meinung, die für unsere Berufsgruppe und für die innertherapeutische Debatte ungeeignet ist. Das Wahlsystem fördert diese Situation, indem es die Ergebnisse kleinerer Listen undemokratisch benachteiligt. So hatten wir bei der letzten Kammerwahl Listen, die mit dem doppelten Stimmanteil das Sechsfache an Delegierten erhielten. Das sollte geändert werden durch eine Änderung des Wahlsystems.Top...
PIA
sind Pflichtmitglieder der
Kammer. Es ist nicht hinnehmbar, dass diese Kollegen/innen der Willkür
mancher
Institute und Klinik-Gruppen überlassen und als Ökonomisierungsfaktor
eingestuft werden. Oft sind PIA in ihren Instituten und Kliniken
isoliert. Eine
Einbindung in die Berufsordnung durch eine Ergänzung der §§19, 20, 21
wäre
sinnvoll.
Die
Informationspolitik der
Kammer soll vertieft und verbessert werden. PIA Pflicht- und
freiwillige
Mitglieder sollen durch Informationsveranstaltungen der Kammer und
einen eigenen
Newsletter sowie ein Austauschforum unabhängiger von
Institutsinformationen
werden. Seminare im Rahmen der Ausbildung sollten direkt von Seiten der
Kammer
organisiert und für die Approbation Pflicht sein.
Ein Großteil der PsychotherapeutInnen sind in dem System vor 1999 ausgebildet worden. Die meisten Psychotherapeuten/innen-Funktionäre auch. Es wäre aber wichtig, diejenigen KollegInnen, die in der aktuellen Ausbildungsform die Approbation erlangt haben, zu befragen und Kritik und Verbesserungsmodelle mit ihnen zu besprechen und zu entwickeln.Top...
Sich in gesellschaftliche Belange einmischen
Psychotherapeuten sind von Beruf aus immer wieder mit sehr akuten gesellschaftlichen Fragen direkt beschäftigt wie Schwangerschaft, Alter, Erziehung, Arbeitslosigkeit, Migration und Ausgrenzung oder Gewalt. Aber auch Fragen, die unsere Zivilisation beschäftigen wie Krieg, Sterbehilfe oder Genforschung, Natur- oder industrielle Katastrophen bedingen, dass wir uns nicht nur als Bürger, sondern besonders als Psychotherapeuten einmischen. Sicherlich soll die Kammer in der gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung Position beziehen. Stellungnahmen der Kammer sind auch ein Zeichen in diese Richtung, wie die jetzige Presseerklärung zu Fukushima. Wie diese Presseerklärung sind sie aber zu oft durch akute Krisen veranlasst, und als Antwort auf die Medienhungrigkeit sind sie schnell vergessen.
Genau in solchen Momenten sollten wir vielleicht schweigen und eher Fragen stellen, die langlebiger sind und zu einer längerfristigen Überlegung führen.
Die Kammer sollte eine besondere Rolle spielen als Sprachrohr der Psychotherapeuten, für Fragen der unmittelbaren Auswirkung des Vorgehens anderer Institutionen (z.B. Agentur für Arbeit, Sozialämter, Gerichte etc.) auf psychisch Kranke und darüber hinaus auf die Psyche unserer Mitbürger im Allgemeinen. Top...
Dialog zwischen Verfahren erleichtern, Vergangenheitsbewältigung.
Verfahrenskämpfe und Streitigkeiten zwischen Therapieschulen sind viel älter als das Psychotherapeutengesetz und als die Kammer, Dazu kamen auch Konflikte zwischen verschiedenen sozialrechtlichen Formen der Psychotherapie. Diese Gräben sind noch sehr aktuell und haben neue Formen angenommen. Kostenerstattung neben Kassenzulassung existieren nach wie vor und dokumentieren die falsche Bedarfsplanung der KV. Diese verschiedenen Konflikte oder Konfliktpotentiale bleiben immer noch unausgesprochen. Alte Animositäten, Reliquien einer notwendigen Zeit der Auseinandersetzung bleiben unverarbeitet nach dem Muster der Psychotherapie-Spaltung des 20. Jahrhunderts. All diese Probleme sind eine Bremse für eine positivere Entwicklung der Psychotherapie. Sie sind auch der Nährboden für eine Technisierung unseres Berufes. Unsere Erinnerungen sind der Garant unserer Zukunft.
Aus diesem Grund
sollte sich die Kammer dieses Problemfeld
zu Herzen nehmen und einen Verständigungsausschuss bilden, dessen
Aufgabe eine Aufarbeitung der
Erinnerung und Geschichte ist. Top...
Unter KJPP versteht
man die Kinder und Jugendlichen
Psychologischen Psychotherapeuten. Also von PP geführt KJ-Therapie und
nicht
von KJP.
Das Gesetz hat 2 Berufe gewollt, PP, die alle Alter
behandeln, und KJP, die bis 21-jährige behandeln dürfen.
Sozialrechtlich
bedürfen die PP einer Zusatzausbildung, um für Kinder mit Kassen
abrechnen zu
dürfen (wie auch für Gruppen, Hypnose usw.). KJP haben diese
Möglichkeit nicht.
Zur Zeit entwickelt sich eine unbegründete Meinung, dass PP
nur mit Erwachsenen arbeiten dürfen. Diese Verwirrung wird leider von
Seiten
der Kammer und manchen Instituten mehr oder weniger gewollt verstärkt.
Zum Beispiel wird im Fragebogen der Kammer für
Akutversorgung gefragt, ob man Psychotherapeut für KJ oder für
Erwachsene ist.
Noch problematischer ist, dass Ausbildungsinstitute die
Vorstellung verbreiten, dass man nur als KJP mit Kindern arbeiten darf,
und
versuchen, so Psychologen in ihre Ausbildung KJP zu zwingen. Denn damit
ist die
Zukunft dieser Kollegen zum Teil verbaut, da sie nie mit Erwachsenen
werden arbeiten
dürfen.
Traditionell haben psychodynamische Verfahren immer diesen
Unterschied zwischen Kinder- und Erwachsenentherapie gemacht. Dieser
Unterschied ist wenig relevant für die Verhaltenstherapeuten, die
meistens
Psychologen sind. Aus dem Grund ist
es wichtig
dass die Kammer die Psychologischen KJP anerkennt und zu Klärung führt.Top...